Unmittelbar nach Regierungsantritt überließ Friedrich II. im Zuge der Umorganisation seinem jüngsten Bruder das II. Bataillon seines Regiments Kronprinz (Nr. 15), dazu die halbe Leib-Kompanie des Regiments Nr. 6 zur Neuaufstellung und Übernahme am 28. Juni 1740. Als Auffüllung dienten Mannschaften der Garnison-Bataillone Nr. 1 l‘Hospital Memel und Nr. 2 Natalis Pillau, und zwar aus den Grena-dier-Kompanien. Die Offiziere kamen aus der Garde. Nach Verlegung des I.R. 15 nach Potsdam übernahm es dessen Garnison Ruppin und den Kanton mit dem Kreis Ruppin und einem Teil der Prignitz mit den Städten Ruppin, Nauen, Lindow und Rheinsberg. Später lagen die Grenadiere in Templin und drei Kompanien in Nauen. Der Chef, Oberst Prinz August Ferdinand von Preußen war zum Zeitpunkt der Regimentsübernahme zehn Jahre alt.
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Regimentsfahnen und Fahnenspitze.
Anfang April 1741 rückte das Regiment ins Lager Göttin. Am 17. Mai 1742 nahm es die Stellung zwischen Chotusitz und dem Cirk-witzer Teich ein, als die Österreicher um 07.30 Uhr angriffen. In der Krise des erbitterten Kampfes um Chotusitz führte Generalmajor v. Wedell das Regiment aus dem zweiten Treffen zur Unterstützung der ringenden Regimenter vor , bis die 21 Bataillone des rechten Flügels im Angriff nach Südosten die Entscheidung brachten. Bei Kesselsdorf (15.12.1745) griff es die Schlüsselstellung des Feindes an. Hier nahm es am linken Flügel am Angriff über den Bachgrund und dem Sturm gegen die jenseitigen Höhen teil, der die Entschei-dung herbeiführte.
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Ab 1756 gehörte es zur Armee des Königs und schloß ab 10. September die Sachsen bei Pirna mit ein. Bei Moys hatten die Grenadiere am 7. September hohe Verluste Bei Breslau ergriff Prinz Ferdinand eine Fahne und führte das Regiment zum erbitterten Gegenangriff vor. Es verlor 19 Offiziere und 454 Mann. Bei Leuthen (5.12.1757) kämpfte das Regiment Prinz Ferdinand mit dem restlichen Bataillon am linken Flügel des zweiten Treffens, die Grenadiere zum Schutz der linken Flanke beider Treffen. Ab August in Schlesien unter Markgraf Carl, stieß es am 11. September 1758 zum König bei Dresden und gehörte bei Hochkirch zum Korps Retzow, das den Rückzug offenhielt. 1760 kämpften die Grenadiere unter Fouqué am 23. Juni bei Landeshut bis zum Äußersten. Der Rest ging in Gefangenschaft. Das Regiment aber warf sich am 15. August 1760 am linken Flügel bei Liegnitz mit Anhalt-Bernburg im Gegenangriff auf den Feind, über-rannte ihn und warf ihn, unter außerordentlich schweren Verlusten, nach Bienowitz zurück. Bei der Bewertung des Regiments mußte deshalb eingeschätzt werden "Die Musketier-Bataillone waren beinah völlig ruiniert worden.". Der König würdigte diese Leistung mit der Verleigung des Ordens "Pour le merité" und einem Geschenk von 100 Friedrichsd`or an alle Capitains. 1761 führte es Schenckendorff Ende Oktober als Verstärkung nach Pommern, wo es bis Ende des Jahres den unglücklichen Feldzug mitmachte. Im Jahre 1763 hat der Personalbestand des Regiments einen Anteil von 1.230 Landeskindern, 127 Sachsen und 566 sonstigen Ausländern.
Mit der Kapitulation von Pasewalk ,am 29. Oktober 1806, wurde das Regiment aufgelöst. Es stand 64 Jahre, von 1742 bis 1806, mit seinen Hauptkräften in der Garnison Ruppin.

Mit der Stationierung des Dragoner-Regiments von der Schulenburg No. 5, im Jahre 1718, wurde die Region zwischen Ruppin, Kyritz und Neustadt (Dosse) für rund 160 Jahre zu einem Kavalleriestandort.
Wenn es seinerzeit also hieß "die Truppen stehen um..... in Grasung", so deutete dies unmißverständlich auf Pferd und Reiter hin. So wurde die Auswahl der Kavallerie-Garnisonen weniger von strategischen, als von ökonomischen Gesichtspunkten beeinflußt. Einerseits mußten Pferde und Reiter täglich, zu jeder Jahreszeit ausreichend versorgt werden, andererseits wiederum fanden sich in Ackerbürgerstädten wie Kyritz oder Wusterhausen genügend Kerls mit Pferdeverstand.
In den 160 Jahren- von 1718 bis 1878- waren drei Kavallerie-Regimenter im Bereich Ruppin, Kyritz, Wusterhausen und Neustadt (Dosse) stationiert.

Dragoner-Regiment von der Schulenburg No. 5 Kürassier-Regiment No. 2 , genannt "Gelbe Reiter" 2. Brandenburgisches Ulanen-Regiment Nr. 11
1718 - 1724 1721- 1806 1860 - 1878
Ruppin, Kyritz, Neustadt (Dosse) Kyritz, Wusterhausen Kyritz (bis 1878), Wusterhausen (bis 1875) |